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Videoreportage: Besser als Berge können nur Berge sein

Im März haben 40 Kinder aus Kinderheimen, Adoptiv- und kinderreichen Familien, die im Gebiet Saporoschje leben, fünf unvergeßliche Tage im Skikurort Bukovel verbracht und dabei die Sehenswürdigkeiten der Stadt Lviv besichtigt

Autor: Sergey Ovtscharenko, Albert Pavlov, übersetzt von Mariya Syemashkina, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2011-12-18 8-00-00   Counter: 2939
  
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Die Stiftung „Glückliches Kind“ schenkt den Reiseveranstaltungen für Waisen und Kinder aus bedürftigen Familien besondere Aufmerksamkeit. Am Ende des Monats März kamen 40 Gipfelstürmer aus Bukovel nach Hause.

Die Abenteuermannschaft bestand aus Schülern der Internate Tschernigovskij und Novonikolajevskij, Kindern aus den bedürftigen und Adoptivfamilien, und auch aus sechs Volontären, einer davon war ich (Sergej Ovtscharenko, Anmerkung des Redakteurs).

Am 25. März haben wir uns von Saporoschje in Richtung Lviv auf die Beine gemacht. Fast 24 Stunden mit dem Zug standen vor uns. Es war schon erstaunlich, wie leicht die Kinder nicht nur mit uns, sondern auch untereinander kommunizieren konnten, obwohl sie alle unterschiedlich alt sind und bestimmt verschiedene Interessen haben. Außerdem hatten fast alle die verschneiten Gipfel früher nur im Fern oder in Zeitschriften gesehen. Die Erwartung von Wundern war aber für alle Kinder gemeinsam. Und sie mußten auch nicht lange darauf warten.

In Lviv hatten wir nur eine Stunde Aufenthalt, und anschließend noch einen Zug bis zum Ort Tatariv. Von dort fuhren wir zur Jugendherberge im Dorf Jablunyzja. An Ort und Stelle waren wir erst spät in der Nacht. Dabei waren die Kinder kaum müde und fragten den ganzen Tag, ob die Berge gleich da wären.

Früh morgens am nächsten Tag, fuhr unsere Gruppe nach Bukovel los. Der Ort lag neun Kilometer von unserer Herberge entfernt. Die Fahrt dauerte 20 Minuten. Und endlich sahen die Kinder Berge!!! Das war so beindruckend, daß keiner nach unten guckte, alle stellten sich nun sofort vor, wie sie gleich auf den Berg hochsteigen wurden.

























Zugleich bekamen wir die Ausrüstung und lernten 2 Skilehrer kennen, die uns erklärten, dass man erst die Lehrroute hinkriegen sollte und versprachen, dass alle Kinder in drei Tagen schon sicher Ski fahren würden.

Erst klappte es nicht bei allen, die Skilehrer erklärten aber alle Einzelheiten geduldig und ließen die Kinder, die ganzen Bewegungen immerzu wiederholen. Am Ende des zweiten Tages warteten alle mit Ungeduld darauf, dass sie mit dem Lift hochfahren und selbst runter fahren konnten. Die Skilehrer waren aber der Ansicht, dass die Kinder dafür noch nicht bereit wären. Und erst am dritten Tag durften die Kinder höher steigen.

















Es ist schwer, Ihnen die Gefühle zu vermitteln, die die Kinder beim Runterfahren erlebt hatten. Nach dem die Feuerprobe in Bukovel bestanden wurde, fuhr unsere Gruppe nach Lviv. Früh am Morgen trafen wir in drei Herbergen im Stadtzentrum ein. Am ersten Tag machten wir zu Fuß einen Ausflug durch die historische Innenstadt. Das Programm bestand aus der Dom- und Kirchenbesichtigung in der Altstadt. Am zweiten Tag hatte die Gruppe eine Stadtrundfahrt durch die schönen Ecken und Plätze der Stadt Lviv. Die Besichtigung der “Hohen Burg” wurde der Höhepunkt der Reise. Hier konnte man aus der Vogelperspektive sogar die Karpaten sehen!























Bei der Rückfahrt im Zug fingen die Kinder sofort an, ihre Eindrücke auszutauschen. Möglicherweise haben sie in fünf Tagen mehr erlebt, als in ihrem ganzen Leben!

Ich bin sicher, dass trotz all der Müdigkeit und Entbehrungen, keines der Kinder bedauert hat, dass er oder sie an der Reise teilgenommen hat. Als wir am Bahnhof ankamen, fragten alle Kinder, wann die nächste Reise geplant würde.

Und dann verstand ich:"Die Reise ist gelungen!"

Ein Dankeschön:

Wir bedanken uns bei unserem Freund Joel, Dank ihm die tolle Reise möglich geworden war!



Wir bedanken uns beim Skikurort Bukovel für die freundliche Mithilfe bei der Organisation dieser Reise. Der Kurort hat für die Kinder kostenlos 40 Paare Skier sowie Abonnements für alle Skilifte bereitgestellt und beim Skiunterricht geholfen. Zusammengefaßt bekamen wir vom Kurort Dienstleistungen im Wert von fast 16.000 Grywnja.

Wir bedanken uns bei dem Personal der Jugendherberge „Kinderdorf“ im Dorf Jablonyzja, wo wir so gut aufgenommen wurden.

Wir bedanken uns bei den Adoptiv- und kinderreichen Eltern, die teilweise die Reisekosten mittrugen.

Wir bedanken uns bei den Erziehern aus den Kinderheimen Tschernigovskij und Novonikolajevskij (Bezirk Melitopol) im Gebiet Saporoschje und auch bei den freiwilligen Helfern Dima, Sergej und Volodja.

Wir hoffen sehr, dass unsere Zusammenarbeit mit dem Kurort Bukovel weiterhin fortbesteht und dass noch Dutzende von bedürftigen Kindern die Möglichkeit haben werden, Skifahren zu lernen und die malerische Natur zu beobachten.

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