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Torgauer Zeitung: In der Ukraine helfen

Trotz Schulabschluss will Elisa Redel im September in die Ukraine reisen und dort ein Jahr in einem Heim für behinderte Kinder arbeiten

Autor: Denise Kraut, www.torgauerzeitung.com
Veroffentlicht am: 2012-04-05 15-00-00   Counter: 2218
  
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Foto: TZ/Kraut

Für die meisten Gymnasiasten der 12. Klassen ist das Jahr schon anstrengend genug. Die Prüfungen sind nicht mehr weit und es wird in jeder freien Minute gelernt. Die Suche nach einer passenden Lehrstelle oder einem Studienplatz raubt die restliche Zeit und hier und da will man sicher auch noch ein bisschen Freizeit genießen. Nicht so Elisa Redel – sie lernt mal ganz nebenbei noch eine neue Sprache und sucht Menschen, Betriebe und Unterstützer für ein Projekt, das sie in diesem Jahr, gleich nach einem guten Abschluss, auf ihre To-do-Liste geschrieben hat. „Ich möchte ein soziales Jahr in der Ukraine absolvieren“, erzählt sie im Gespräch mit der Torgauer Zeitung.

Zu diesem Plan gebracht hat sie zu einem großen Teil die Frage nach der richtigen Arbeit. Sicher ist sie sich nämlich noch nicht und wieso die Zeit unsinnig zu Hause vertrödeln bei der Suche nach dem „vielleicht“ richtigen Platz, wenn man sie auch sinnvoll nutzen kann? „Ich habe mich im Internet nach solchen Austauschprojekten umgesehen und stieß dabei auf die Initiative Christen für Europa, kurz ICE.“ Über 2000 junge Frauen und Männer haben sich seit dem Jahr 1988 als Freiwillige in den Dienst „Brücken der Menschlichkeit“ eingebracht. Träger der verschiedenen Dienstformen (Freiwilliges Soziales Jahr / FSJ, Internationaler Jugendfreiwilligendienst, Programm „weltwärts“, Europäischer Freiwilligendienst EFD) ist dieser gemeinnützige Verein „Initiative Christen für Europa/ICE“. Elisa besuchte daraufhin einen Orientierungskurs in Dresden. Dort wurden ihr die einzelnen Ziele und Projekte vorgestellt und sie durfte drei Wunschziele nennen – Ungarn, Rumänien und die Ukraine. Letzteres Ziel wurde schließlich für sie ausgewählt. „Ich wäre zwar lieber nach Ungarn gegangen, weil ich dort erst vor einigen Wochen im Zuge eines Austauschprogramms war, aber die Ukraine ist auch ein sehr schönes Ziel“, so die 18-Jährige. Im September geht die Reise los. Dort erwarten wird sie die Arbeit in einem Heim für behinderte Kinder. „Das liegt mir recht gut, das habe ich schon während eines Schulpraktikums in einer Kindertagesstätte gemerkt.“ Bis es jedoch so weit ist, erwartet die Torgauerin noch einiges an Arbeit, denn ohne weiteres ist so eine Reise nicht zu schaffen, vor allem nicht für ein ganzes Jahr. „Meine Eltern zu überzeugen war eigentlich das Einfachste. Sie sind solche Aktionen vom mir gewohnt, da ich bereits an zwei Austauschprogrammen teilgenommen habe und auch so ein sehr weltoffener und gern reisender Mensch bin. Mein Vater war ziemlich schnell begeistert von der Idee“, sagt die Torgauerin.

Ein weiterer Punkt, den sie bis zum September geschafft haben muss ist das Erlernen der Sprache – Russisch. Elisa versucht es im Selbststudium und mit der Hilfe von Programmen. „Meine Eltern hatten in der Schule auch Russischunterricht und sie versuchen, mir zu helfen wo es geht.“ Im Johann-Walter-Gymnasium gibt es zwar auch eine Russisch-AG, jedoch lässt es der Zeitplan von Elisa nicht zu, sich dieser anzuschließen. „Im Zuge der Vorbereitungen bietet die ICE aber noch einen Sprachkurs an, den ich besuchen werde“, ergänzt Elisa.

Das wichtigste Ziel, bevor es in die Ukraine gehen kann, ist jedoch das Finden von Unterstützern. Etwa 1500 Euro (das ist lediglich ein Richtwert, es kann auch mehr oder etwas weniger sein) muss Elisa bis zum September aufbringen. „Ziel ist es jedoch, nicht das Geld selbst zu stellen, sondern Förderer zu finden“, erklärt sie. Das hat den Grund, dass das Projekt somit zum einen bekannt gemacht wird und andererseits auch eine Zukunft hat. Das Geld ist nämlich nicht allein für Elisa; dort bekommt sie alles was sie braucht gestellt, inklusive Taschengeld. Das Geld fließt direkt in das Projekt und wird somit auch für sozial schwache Menschen zugänglich gemacht.

„Wer mich da unterstützt, spielt eigentlich keine Rolle. Es ist nur wichtig, dass es jemand tut – Unternehmen, private Personen oder Einrichtungen“, sagt Elisa Redel. Das alles muss sie noch schaffen, bevor sie dann im September ihre Koffer packen kann, um in der Ukraine ein Jahr lang in einem Kinderheim für Behinderte zu arbeiten.

Interessierte, die Elisa unterstützen möchten, können sich gern bei der Torgauer Zeitung unter der Telefonnummer 03421 721098 melden. Wir stellen dann den Kontakt mit der Torgauerin her.






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