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Zuhause ist, wo wir beisammen sind

Dank den "Glückliches Kind"-Volontären, genoss Oleg den jemals wunderschönsten Geburtstag - der Junge reiste zusammen mit seinen Freunden im Januar auf die Krim

Autor: Anastasia Pisareva, übersetzt von Thomas Paul, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2014-02-06 10-30-00   Counter: 1511
  
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"Ich werde bald Geburtstag haben; ich werde ans Meer fahren und kaufe - brr...," sagte Oleg, als er aufgeregt seinen kommenden Geburtstag plante, während dessen es immernoch Oktober war. Der 15. Januar war der große Tag und sein Traum wurde wahr. Oleg fuhr zusammen mit seinen vier Freunden aus dem Glücklichen Zuhause im Auto an die Küste, seinen Geburtstag zu feiern.

Dieser Morgen in Kalinovka begann mit einigen übereifrigen Vorbereitungen. Oleg, ungeduldig einen großen Festtag vorausahnend, war dabei, lautstark über die angehende Autoreise prahlend um das Haus zu rennen. Maxim dagegen, packte wie ein echter Erwachsener langsam und sorgfältig für die Reise, mit einem zielgerichteten Gesicht, als ob er auf eine Geschäftsreise führe. Sasha, der Älteste von ihnen, half den Betreuerinnen beim Einpacken der Sachen seines jüngeren Freundes. Ruslan strahlte übers ganze Gesicht. Seryozha war sich bis zu dem Moment noch nicht sicher ob er reisen würde, als die Fahrt eigentlich begann.

Endlich war alles eingepackt und verstaut; so fuhren wir ab in Richtung Küste! Die Jungs genießen selten solch lange Fahrten, weshalb sie die Zeit der Abwesenheit in Tagen berechneten. Wir aßen Süßigkeiten und sangen lustige Lieder, während Kalinovka mit jedem Straßenschild immer weiter hinter uns blieb.

Unser erster Halt war Yalta. In nur wenigen Minuten würden wir dort sein - an der Küste. Im Vergleich mit dem Weihnachtsbaum im Glücklichen Zuhause, gelang es dem Weihnachtsbaum an der Seeseite in Yalta nicht, unsere jungen Touristen zu beindrucken. Obwohl wir mit Sicherheit erwarteten, dass diese schöne Dekoration das Allererste wäre, was ihre Aufmerksamkeit erlangen würde, zeigten sie nicht allzuviele Emotionen beim Vorbeifahren. Was die Kinder aber wirklich mochten, das war die tosende See mit ihren schönen und leicht furchterregenden Wellen.









Unser nächster Halt war Foros, wo wir für zwei Tage blieben. Unser Hause stand direkt am Meer, sodass wir selbst bei fest verschlossenen Fenstern, weiterhin das Rauschen der See hören konnten. Unsere Reiseerschöpfung beeinträchtigte unsere gute Laune nicht für einen Augenblick. Nach einem kleinen Spaziergang ließen wir uns zum Abendessen nieder. Im Anschluss daran, gingen wir zu Bett, um die richtige Energie für den nächsten Tag zu sammeln.



Dann folgte ein heiterer Morgen mit Seeblick aus dem Fenster. Alle Jungen, mit Hüten und Fliegen ausgestattet, feierten Olegs Geburtstag und aßen eine Festtagstorte. Oleg war euphorisch und dachte, sein Geburtstag würde einige Monate lang dauern. Obwohl das Wetter nicht nach Urlaub aussah, hatte das in Anbetracht dieser unvergesslichen Momente, die wir zusammen verbrachten, keine wirkliche Bedeutung.











Jedes Kind, das an der Fahrt teilnahm, strebte nach Freiheit und zeigte die Fähigkeit, die meisten der Dinge unabhängig tun zu können, die gewöhnlich eine Betreuer-Begleitung im Waisenheim erfordert. Wenn die Jungs im Waisenheim sind, kann man manchmal sehen wie schlaff ihre Schritte sein können, sodass man das Bedürfnis verspürt sie aufzuschütteln und zu beleben. Diese besonderen Kinder haben eine enorme Energiequelle, von der die meisten von uns nur träumen, aber es liegt so tief in ihnen, dass sie selbst nicht wissen, wie sie es von sich aus erreichen können. Ihre Versuche, uns ihre Kräfte zu zeigen, schlugen ziemlich schnell fehl, einfach deshalb, weil sie nicht wussten, wo die Grenzen sind und wozu sie eigentlich in der Lage sind

An einem Abend in Foros, sprachen wir über einen jungen Mann, der wie Seryozha im Rollstuhl sitzt und gelernt hat, alles selbständig nur mit Gebrauch seiner Hände zu verrichten. Diese Geschichte inspirierte Seryozha und seine Augen begannen zu leuchten, als er nach dem jungen Mann fragte. Am folgenden Tag bat uns Seryozha, ihm nicht mehr zu helfen. Er versuchte, allein ins Auto zu gelangen und war über seine Fähigkeit hocherfreut, etwas unabhängig tun zu können und seine eigenen Kräfte zu fühlen.



Wie jeder von uns, brauchen die Kinder vom Kalinovka-Waisenheim den Glauben an sich selbst, an ihre Fähigkeiten und ihre Freiheit.

Sie können unabhängig, eigenständig, erfolgreich und talentiert sein. Nichts kann geradewegs schnell und leicht erreicht werden. Dennoch kann die Vorstellung, dass man immer etwas wieder erlernen kann, Flügel verleihen und zum Erfolg führen.

Diese drei Tage schienen wie eine gemeinsam verbrachte Lebenszeit. Jedes Kind verließ die Krim mit neuen Gedanken, Eindrücken und Plänen. Nach der Rückkehr in Kalinovka wurde die der Kinder und unsere Lieblingsredewendung "Zuhause ist, wo wir beisammen sind". Es macht nichts, wo es ist - auf der Krim, in Kalinovka oder Las Vegas. Es macht nichts, wo du bist, aber mit wem du beisammen bist. Diese besonderen Kinder aus dem Waisenheim von Kalinovka fühlten sich an der Küste zuhause, was sie wahrscheinlich vermisst hätten, wären sie allein dorthin gefahren.







P.S. Die Wohltätigkeitsstiftung Glückliches Kind ist den freiwilligen Helfern Stas und Nastia, der Waisenheimbetreuerin Tatiana und der Kalinovka-Belegschaft dankbar, diese Fahrt zu ermöglichen. Unser besonderes Dankeschön gilt jedem, der die Träume der Kinder finanziell unterstützt. Helfen Sie anderen und Ihre Güte wird zu Ihnen zurückkehren!



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