Waisen und kranke Kinder von Zaporoshye, Ukraine
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Über dem Himmel

Wie eine gewöhnliche Betreuerin aus dem Waisenheim in Kalinovka dazu kam, eine wundervolle Woche in England zu erleben

Autor: Lilia Kalinichenko, übersetzt von Thomas Paul, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2014-08-13 12-00-00   Counter: 1078
  
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Meine Reise ist vorüber. England... Solch ein weit entferntes, aber auch nahes Land. Alles ist vorbei. Meine Bedenken, meine Befürchtungen wegen des Unbekannten und des Neuen.

Im Laufe meines Lebens habe ich wenige Großstädte bereist, deren Anzahl man wie die Finger an einer Hand abzählen kann. Deshalb schaute ich, als ich in London ankam, ziemlich albern aus. Ich dachte, ich würde mich niemals zurecht finden, sollte mich nicht jemand abholen.

Was mich wirklich in England beeindruckte waren die Rollstuhlfahrer, die sich überall frei auf den Straßen bewegen können und Zugang zu jedem Gebäude und den öffentlichen Beförderungsmitteln wie auch angepassten Toiletten haben. Und viele Menschen in Rollstühlen brauchen tatsächlich keine Hilfe! Leider werden Menschen mit Behinderungen in der Ukraine zahlreiche grundlegende Möglichkeiteiten aufgrund von Benachteiligung vorenthalten.



Am nächsten Tag erreichte ich endlich Ramsgate. Niemals zuvor sah ich eine derartige Fülle von Blumen! Vielleicht bloß in meinen Träumen! Ich war so glücklich, meine guten Freunde zu treffen, denn ich hatte sie ein Jahr lang nicht gesehen! Ich konnte meinen Augen nicht glauben. Meine Freunde und ich verbrachten einen entzückenden Abend in einem Schiffrestaurant!







Jeden Tag besuchten wir verschiedene erstaunliche Orte - mittelalterliche Burgen, Botanische Gärten und viele andere Stellen mit Sehenswürdigkeiten. Ich beobachtete alles - Menschen, ihre Gesten, Tiere. Übrigens, erblickte ich dort keine herumstreunenden Hunde! Also, eigentlich nahm ich alles und jeden unterwegs in mir auf!













Mir gefiel die Waisenheim-Schule, die ich dort besuchte. Ich war besonders neugierig diese Einrichtung kennen zu lernen, da ich selber in solch einer Stätte in der Ukraine arbeite. Dies war eine gemischte englische Schule. Die Kinder lernen und bleiben dort fünf Tage in der Woche und werden von ihren Eltern an den Wochenenden nach Hause geholt. Die Schule hilft den Kindern einige Erfahrungen zu sammeln und für die Gesellschaft anpassungsfähig zu werden. Die Studenten dieser Schule versorgten uns sogar mit Eiscreme, die sie selber hergestellt hatten! Das Einzige was mich verärgerte, war meine Sprachbarriere, denn ich pflege meine Englischstunden ziemlich häufig zu versäumen!





Ich verbrachte nur eine Woche in England, aber dieses Land wird für immer in meinem Herzen bleiben! Ich werde niemals seine in Blumenbeeten versinkenden mittelalterlichen Burgen vergessen, die friedlich auf der Wiese grasenden Schafe und Pferde, seine heiteren älteren Damen, die Tee mit Milch trinken, seine Sauberkeit, gemähten Rasenflächen und sein mildes Klima. Und das Wertvollste sind meine Freunde - Menschen, denen ich überaus dankbar für solch unbezahlbares Geschenk bin, das sie mir machten!















Ich schätze ehrlich die Menschen, die in den vergangenen sechs Jahren in mein Leben gekommen sind. Diese Leute haben mir eine Menge gelehrt, geholfen und gegeben.



Immer wenn ich zum Himmel schaue, komme ich sofort zu dem Moment zurück, als ich mich über den Wolken befand. Über dem Himmel!







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