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Mischa und Mascha besuchen

Diese Geschichte handelt von Waisen aus Kalinovka, die dem Zoo und dem Schloss in Vasilyevka einen Besuch abstatteten

Autor: Maria Semashkina, übersetzt von Thomas Paul, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2015-08-24 12-30-00   Counter: 1273
  
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An einem ziemlich heißen Sommertag, Donnerstag, dem 30. Juli 2015, unternahmen einige Kinder und Erwachsene unter der Betreuung des Waisenheims Kalinovka ihren Ausflug in die Zivilisation. Sie machten eine Exkursion zum Dorf Vasilyevka.

Gemäß dem Plan sollten sie das Schloss und den Zoo besuchen, aber damit die Kids das Kennenlernen der Tiere vollständig genießen konnten, baten uns die Zoobesitzer sie etwas früher zu bringen. Obwohl anfangs Yura, einer unser Kinder enttäuscht war, dass es keine Affen im Zoo gab, konnten wir ihn später kaum von den Käfigen wegziehen.



Es gibt Löwen, Tiger, Bären, Hunde und Fische im Pylyshenko-Zoo. Insgesamt konsumieren diese Tiere ca. 200 kg Fleisch pro Tag, d. h., wenn Du also gern dem Zoo helfen möchtest - bist Du dort mehr als willkommen! Die Kinder zeigten wenig Interesse für Löwen und Tiger, aber nach den Zoobesitzern, wären unsere "kleinen und sich bewegenden Personen" sehr interessant für die Tiere, die zum Jagen kämen.











Bedeutend größeres Interesse zeigten die Kinder für Bären, da sie die Tiere mit Karotten füttern konnten, und später sogar mit ihren eigenen Keksen und Äpfeln. Diese Leute von Kalinovka fürchteten sich nicht davor ohne Essen zu bleiben; denn sie waren über ihre Gelegenheit so aufgeregt, ein derart großes und beeindruckendes Tier zu füttern. Sascha war besonders überrascht, als er die beiden Bären Mascha und Mischa beim Baden sah. Er konnte nicht verstehen, wie sie in einem Betonbecken schwimmen können. Als ich es mit seinem Baden verglich, antwortete Sascha, nicht mehr die Badewanne zu benutzen. Nach meinen Bitten, nicht soviel Wasser zu verwenden, dachte Sascha vermutlich, dass Bären nur eine Dusche haben sollten.









Nach dem Zoobesuch dachte nicht nur ich sondern auch die Hälfte der Kinder, eigentlich einen Streichelbären bekommen zu wollen, obwohl dieser 300 Gramm Honig pro Tag isst, sodass man nicht ohne Bienenstöcke auskommen könne.

Und, natürlich, weder mir noch meinen Begleitern würde es etwas ausmachen, einen Welpen eines Neufundländers zu besitzen, denn diese Hunde prägten sich so sehr in die Seelen der Kinder beim Zoobesuch ein. Ich bemerkte nicht einmal wie Olegs Hand furchtlos begann, diese große plüschige Kreatur zu streicheln. Offen gesagt, bezweifele ich, dass die Kinder von Kalinovka einen Hund von einem Wolf oder einen Bären von einem großen Hund unterscheiden könnten. Yura machte keine Pause, als er die Neufundländer 15 Minuten streichelte. Er fuhr fort, die Rücken, Augen und Schwänze der Hunde durcheinander zu kraulen, und nur wenige Welpen knurrten hartnäckig, vielleicht sogar empört, dass ihre hündischen Verwandten anderen menschlichen Babies soviel Aufmerksamkeit widmeten.







Leider hatte die Belegschaft des Pylyshenko-Zoos keinen Mut zur Hundetherapie gehabt, aber wir hoffen, dass sie diese früher oder später durchführen werden, weil die Hunde offensichtlich Kinder sehr mögen und sich mehr um sie sorgen als irgendwelche anderen Leute. Uns wurde von Menschen berichtet, die einen Welpen im Zoo gekauft hatten, später anriefen und sich beschwerten, dass, wenn sie ans Meer fuhren und schwimmen wollten, der Hund sie ständig davon abzuhalten und zu retten versuchte. Es würde großartig sein einen solchen Hund in Kalinovka zu haben, beim Baden im Teich helfend, wo sogar eine Aufsichtsperson pro Kind nicht genügt.

Im Namen der Stiftung und meinen erwachsenen und kleinen Waisen möchte ich gegenüber jedem und allen meine Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, die uns im Zoo akzeptierten und begleiteten, für die vollkommen kostenlose Führung, den warmen Empfang und die Fürsorge der Tiere und Menschen!

Bedauerlicherweise, hatten die Kinder nach dem Kommunizieren mit der Tierwelt wenig Ausdauer zum Lernen von Geschichte. Während eines Rundgangs im Museum und dem nach Popov benannten Schloss, hörten sie nicht soviel zu wie sie versuchten die Ausstellungsstücke zu berühren und eine Menge Warum-Fragen zu stellen. Daher bin ich Vladimir, dem Tour-Führer, für die Besichtigung und seine Geduld aufrichtig dankbar, sowie auch der Museumsverwaltung für die Möglichkeit des kostenlosen Besuchs.











Trotz der Tatsache unserer ziemlich begrenzten Reisekasse, würden wir für Euren Hinweis betreffend anderer Orte, die es wert sind durch unsere besonderen Kinder besucht zu werden, äußerst dankbar sein. Denn, um die Welt kennen zu lernen, brauchen sie es mehr als wir.

Unser spezieller Dank gilt der beständige Unterstützung durch die Sponsoren der Stiftung, der Tutorin Natascha und dem Fahrer für die Musik, seinen großen Humor und seine Hilfe wärend des Ausflugs!
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