Waisen und kranke Kinder von Zaporoshye, Ukraine
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Grünes Zuhause und "Lichthaus der Träume": eine Reise nach Ukrainka, die das Bewusstsein steigert

The Pulse of the Community newspaper wrote about our volunteer from the USA and life in our Children's Village

Autor: Liana Fateyeva, Reporterin für Der Puls der Gesellscchaft, [Ukrainisches Original vom: 12.06.2018] ins Deutsche von: Thomas Paul
Veroffentlicht am: 2018-08-13 12-00-00   Counter: 412
  
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Die Zeitung Puls der Gemeinschaft (Dorf Rozdol des Bezirks Mykhailivskyj im Gebiet Zaporizka) begann mit ihrem Betrieb vor nicht allzulanger Zeit. Liebe Leserinnen und Leser, in jeder Ausgabe versuchen wir Ihnen ein einzigartiges und interessantes Thema vorzustellen. Wir zielen darauf ab, dass sich die Aufmerksamkeit aller BewohnerInnen nicht nur den offiziellen Infomationen widmet, sondern sprechen auch über das Leben derjenigen Menschen, die seit vielen Jahren "nebenan wohnen". Die Helden unserer Artikel sind gewöhnliche Briefträger, Pensionäre, Lehrer, Ärzte, Bauern, Studenten oder Schüler. Warum ist es so wichtig über sie zu sprechen? Weil sie wahrhaftig den Verlauf unserer Gegend gestalten. Jede Lebensgeschichte ist etwas Besonders, und ihre Beiträge zur Entwicklung unserer Gemeinschaft sind von unschätzbarem Wert.

Nachdem wir erfuhren, dass es ein familien-typisches Pflegeheim mit einem amerikanischen Freiwilligen gibt der sich um Kinder kümmert, besuchten wir das kleine, aber sehr malerische Dorf Ukrainka im Geltungsbereich des kommunalen Dorfes Ljubymivka.

Neugierig über einen Mann, der aus den Vereinigten Staaten in unsere Gegend flog und unseren Kindern seit vier Jahren hilft, beschlossen wir den Besuch.

Wir trafen auf eine Frau mit dem Namen Julia Pavlova, eine Angestellte der Wohltätigkeitsorganisation Glückliches Kind; gleichzeitig eine Pflegemutter, die mit ihrem Ehemann Albert Pavlov, dem Stiftungsdirektor, sowie ihren leiblichen und Pflegekindern in diesem Haus lebt.

In 2016 änderte Julia ihr Leben drastisch, als sie und ihre Kinder so zu sagen "nur ehrenamtlich" nach Ukrainka kamen.

Sie fuhr einmal, zweimal und nach dem dritten Mal blieb sie mit der klaren Erkenntnis, auch eine Adoptivmutter werden zu wollen und Freude an Pflegekindern zu haben.

"Wobei in vergangenen Zeiten die Internate und traditionellen Waisenhäuser bevorzugt wurden, liegen nun die Vorteile bei der Erziehung von Kindern in Familien," sagt Julia. "Unter Kindern ohne Eltern, möchte kaum jemand nach einem schwierigen Leben ein warmes Familienzuhause finden. In allen dieser Institutionen, wo diese Kinder waren, sind sie der stabilen Beziehungen beraubt worden, wenn jemandem das Vertrauen zur Führung geschenkt werden soll. Zum Beispiel, haben Albert und ich zwei beziehungsweise drei leibliche Kinder und fünf Pflegekinder. Im Kinderdorf befinden sich zwei weitere Pflegefamilien. Insgesamt leben dort ungefähr 30 Kinder und Vormünder. Im September erwarten wir eine weitere Pflegemutter, eine ältere Dame mit zehn Pflegekindern."

Während wir mit Julia sprachen, öffnete sich die Haustür und ein Mann kam heraus. Uns wurde klar, dass dies der amerikanische Volontär Denver Braughler sein musste. Er ist ein großer, schlanker Mann mit freundlichen Augen, einem weiten offenen Lächeln und einem tadellosen amerikanischen Akzent.

Wir erklärten, dass wir uns über ihn unterhalten und den großen Wunsch verspüren, mit ihm persönlich zu kommunizieren. Ich möchte erwähnen, dass Denver zwar nur ein wenig Ukrainisch spricht, mich jedoch gut genug verstand - ein Paradox. Wie schade, dass wir keine Audio-Aufnahme unseres Gesprächs hinzufügen können, denn ich machte keine, als ich Denver zuhörte, während er über sich sprach. Die folgenden Worte sind von ihm...

Vor Jahren sah ich die BBC-Dokumentation "Die vergessenen Kinder der Ukraine" über jene Waisen, die armselig in staatlichen Einrichtungen versorgt wurden. [Dieser Film wurde im Zeitraum von über sechs Monaten geschaffen und am 21. Juni 2012 gesendet. Die Produzenten beobachteten die Leben von Kindern in ukrainischen Internaten.] Der Film beeindruckte mich sehr stark. Ich wollte ukrainischen Waisen helfen, suchte im Internet und fand die englische Version auf den Webseiten von Happy Child. Zuerst half ich aus der Ferne, fühlte mich dann veranlasst die Ukraine zu besuchen, um in eigener Person dienlich zu sein. Ich kam ich im August 2015 in die Ukraine um freiwillig zu helfen, und bin jetzt im vierten Sommer hierher zurückgekehrt.



— — Denver, was hast du in den USA gemacht und wie hat deine Familie auf deine Reise in die Ukraine reagiert?

- Ich arbeitete als Computer-Programmierer in den USA. Ich habe fünf Kinder; allerdings bin ich geschieden. Meine Kinder sind bereits erwachsen und daher war die Fahrt hier kein Problem. Mein Traum ist eine nette ukrainische Frau zu finden, mit der ich eine große, glückliche Familie erschaffen kann.

— — Was tust du momentan in Ukrainka? Wie hilfst du Pflegefamilien?

- Ich kann in jeder Haushaltsangelegenheit helfen. Zum Beispiel, Hilfe ums Haus oder jemanden zur Schule oder zur Probe bringen [d.h., die gleiche Aufgaben wie jeder Erwachsene]. Wie du weißt, hat die Schule in Ljubymivka ein Sprachen-Sommer-Camp, in dem ich Englisch unterrichte. [Kommunikation mit einem Muttersprachler ist wesentlich effizienter als einem jahrelang trainierten Lehrer.]

— — Wie ist dein Gesamteindruck der Ukraine - hilft der Staat diesen Kindern und Familien genug?

- Ich kann diese Frage wirklich nicht beantworten, weil ich mit diesem Thema nicht sehr vertraut bin. Ich besitze kein Recht zu kommentieren. Ich komme nur den Kindern zuliebe her, ihnen zu helfen, Sprache zu lehren, Musik oder Sonstiges. Ich lasse mich nicht mit Politik oder Politiken ein.



Trotz der Sprachbarriere verstanden Denver und ich einander gut genug. Nach dem Gespräch wurden wir zu einem interessanten Objekt geladen, das an diesem Tag öffnete. Vor uns stand ein hohes Bauwerk, dem sogenannten "Lichthaus der Träume", wie die Kinder und Eltern die Rutsche in Form eines Lichthauses benannten. Julia und Albert sagten, dass sie es sich ausdachten und Gewinner des jährlichen Sozialprojekt-Wettbewerbs "Wir sind diese Stadt" wurden, der von Zaporizhstal durchgeführt wird. Mit der Förderung von 59 000 UAH (1 940 EUR) realisierten sie ihren Traum. Die Kinder haben jetzt ein weiteres Stück in ihrer Spiel-Ausstattung, auf dem sie klettern und reiten, oder auch nur im Aussichtsturm sitzen, plaudern und träumen können.

Ich möchte zum Ausdruck bringen, dass wir einen unglaublichen Ort besuchten, wo die Familie immer als Erstes steht. Hier sind alle unbezwingbar wohlwollend vereint. Hier ist das Leben neu überdacht und das Bewusstsein erhebt sich. Die tägliche Arbeit der Erwachsenen, wie sie sich gänzlich den Kindern widmet, das beeindruckt. Jedes Kind fühlt sich aufrichtig geliebt. Zu einer Zeit, wenn viele träumen in eine Großstadt zu ziehen, träumen diese Menschen vom Kreieren eines wirklichen "Kinderdorfs"; ohne tödliche Versuchungen und Risiken, wo eine respektvolle Haltung zur Natur gepflegt wird, normale Werte des Lebens geschätzt werden und eine große, vertraute ukrainische Familie aufgebaut wird.

Albert und Julia Pavlov und ihre Familie sind stets offen zum Gespräch und über jede Hilfe erfreut. Gäste sind zur Besichtigung eingeladen. Ich empfehle allen, dieses unglaublich große grüne Zuhause aufzusuchen, in dem Bewusstsein, Respekt und Liebe maßgebend sind.

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