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Stiftungsvorsitzende Iryna Gavrysсhеva

Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich mit diesen Kindern. Es gab in dieser ganzen Zeit viele Geschichten: mit glücklichem, und leider auch traurigem Ende… Aber niemals die Frage: "Warum das, Gott?"

Autor: Iryna Gavryscheva, übersetzt von Darja Sukatsch und Thomas Paul, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2011-11-28 22-30-00   Counter: 4160
  
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Wenn ein Kind geboren ist, haben Eltern gewöhnlich eine Planung für das Leben ihres Kindes in den nächsten 30 Jahren. Schule, Universität, eine gute Arbeit, eine Familie, Kinder, usw. ... Jedoch gibt es keine Eltern, dessen großartige Pläne eine Krankheit ihres Kindes mit einbeziehen würden. Erst recht nicht, wenn diese Krankheit ernsthaft, lebensbedrohend oder nicht heilbar wäre... Das berücksichtigten die Pläne meiner Eltern auch nicht. Vor 27 Jahren malten sie sich mein Leben völlig anders aus. Aber es ist allgemein bekannt, "Gott lacht, wenn Er hört, wie wir unsere Zukunft planen."

Bis zu einem bestimmten Zeitpunkt, war ich ein gewöhnliches Kind..., aber ich kann mich fast nicht mehr daran erinnern, wie es war... Das einzige, woran ich mich erinnere war, dass ich stärker, schneller und die lebendigste unter meinesgleichen war. Aber später... ich begann jeden Tag schwächer zu werden, meine Diagnosen wurden geändert, die Behandlung wurde geändert, aber ich fühlte mich nur noch schlechter... Der nächste Arzt vermutete "Blutkrebs". Und so kam ich auf die Kinderabteilung für Hämatologie. Für mich als dreizehnjähriges Mädchen, war diese Abteilung die "Hölle auf Erden". Endlose Tage und Wochen des Grübelns und der Zweifel... Und Tote... meine Freunde in der Hämatologie starben... Und ich fühlte mich schlechter und schlechter... "Das ist das Ende", flüsterten die Ärzte. Ich tat so, als ob ich nichts hörte…

"Es ist zu spät, unmöglich zu heilen, sie wird sterben." - Das wurde in den kommenden drei Jahren nahezu jeden Tag verkündet. Ich sah mich während dieser Zeit vielen Dingen gegenüber: Herzstillstände, Komas, Monate in der Intensivstation, Wochen mit künstlicher Beatmung. Mir schien es, in einem Albtraum zu sein, aber nicht aufwachen zu können! Im Alter von 16 Jahren wurde das Urteil verkündet - Meine Krankheit ist nicht heilbar, und ich sollte nur zu Gott beten, mich am Leben zu erhalten. Die Kräfte meiner Muskeln werden nie wieder zurückkehren. Ich werde niemals in der Lage sein, Millionen einfacher Dinge zu tun, die sogar ein zweijähriges Kind schafft. Es ist außerordentlich schwierig, diese Tatsache im Alter von 16 Jahren zu akzeptieren. "Warum das, Gott? Warum ließest Du mich am Leben, wenn ich zu nichts in der Lage bin?" Es kam keine Antwort. Aber dafür kam Leben, dass ich unter großen Anstrengungen erhalte, jedoch nicht wusste, was ich damit tun sollte. Das Leben in einem Rollstuhl, schien mir damals, nur aus Einschränkungen zu bestehen...

Ich brach meine Schule ab. - Was soll ich mit Bildung anfangen, wenn ich sowieso behindert und zu nichts zu gebrauchen bin? Den ganzen Tag lang, lag ich vor einem Fernseher. Seit meiner gesunden Kindheit hatte ich den Traum, Ärztin zu werden. Mir schien, als ob mein Traum war für immer zerstört wäre. Aber im Alter von 19 erhielt ich eine Eingebung: «Ich kann, ich werde es schaffen!" Ich kehrte zur Schule zurück, die ich zwei Jahre später erfolgreich abschloss. Ich bewarb mich mit meinen Unterlagen bei der Medizinischen Universität, aber ... ich erfuhr, dass "es dort keinen Platz für solche Studenten wie mich gibt." Betroffenheit, Angriff und Unverständnis... und wieder: «Warum, Gott? Warum, das? Wofür lebe ich???" " Und doch sollte ich für etwas leben..."... Eines Tages zeigt mir Gott die Webseite "Um morgen zu leben", eine Seite von einem kleinen Jungen namens Roma aus Saporischja, der Blutkrebs hatte und ohne Thrombokonzentrat dem Tode nahe war. Meine Welt drehte sich nicht nur, sie machte einen Salto Mortale!



Monate später erkannte ich, ohne dem nicht leben zu können: Ohne meine Kinder, ohne der verrückten Suche nach Geld und Medizin sowie Hoffnungen und Enttäuschungen dieser Welt... und ohne diese Hölle auf Erden. Sieben Jahre lang flüchtete ich von dieser Welt und versuchte sogar, jedwelche Erinnerungen durchzustreichen. Ich konnte mir nicht vergeben am Leben zu sein, während die meisten meiner Freunde starben. Aber sieben Jahre später sagte ich mir:" Es ist genug des Selbstmitleids, meine Freunde können nicht wieder lebendig werden! Ich sollte etwas machen, sodass meine Kindheitsgeschichte sich nicht für andere Kinder wiederholen würde! Ich sollte diese retten, die ich kann!"

Seit mehr als fünf Jahren arbeite ich mit diesen Kindern. Es gab in dieser ganzen Zeit viele Geschichten: mit glücklichem, und leider auch traurigem Ende… Aber niemals die Frage: "Warum das, Gott?"

Ich habe in diesen Jahren viel verändert. Von einem Träumer wandelte ich mich zum Realisten und manchmal auch zum Zyniker. Ich habe viel gelernt, meistens dank meiner Kinder (denen ich helfe). Sie und ihre Lebensläufe haben mich immer zum Kampf mit meinen eigenen Problemen inspiriert. Solch Tapferkeit und Heldenhaftigkeit, die ich bei diesen Kids und ihren Eltern in dieser Krankenhauswelt beobachtet habe, sah ich sonst nirgendwo. Normalerweise erschreckte ich mich vor dieser Welt, aber nun verstehe ich, dass ich eine Menge davon lernen kann. Als ich geboren wurde, schlossen die Pläne meiner Eltern nicht mit ein, was heute in meinem Leben vorgeht. Einmal fragte ich sie: "Seid ihr nicht enttäuscht, wie mein Leben jetzt ist?" Und sie antworteten: "Das wichtigste für jede Eltern ist, wenn ihre Kinder glücklich sind! Und wir sehen, dass du froh bist über das, was du machst. So, von welcher Enttäuschung könnten wir sprechen?“

Und, ich liebe Rockmusik und Fußball, ich liebe Außergewöhnliches und Wettkämpfe, Medizin zu studieren und Fotos aufzunehmen. Ich bin ein Rebell: Erzähle mir, ich wäre nicht in der Lage etwas zu machen und ich werde das mit Sicherheit tun. Wegen meines ausgeprägten Konkurrenzdenkens, nehme ich an verschiedenen Wettkämpfen teil. Ich bin sicher, dass es keine Vorbestimmung gibt; daher weiß ich, dass wir unser Schicksal selbst schaffen. Es hängt von uns ab, womit unser Morgen ausgefüllt sein wird. Nach meiner Auffassung, besteht der einzige Weg darin diese Welt zu verbessern, in diesem Augenblich mit der Änderung zu beginnen. Und das bedeutet, bei dir selbst anzufangen. Ich weiß, dass es unmöglich ist, die ganze Welt zu retten, aber ich weiß auch, dass man wenigstens einen Menschen retten kann. Ich glaube, dass es besser ist, wenigstens etwas zu tun, als nur vorbei zu gehen. Auch glaube ich, dass "jemand der keine Fehler begeht, nichts tut". Die schlimmste Droge, finde ich, ist Mitleid zu erfahren. Und darum mag ich es nicht, wenn Leute ihr Mitleidsgefühl mir gegenüber zeigen, und ich gegenüber anderen. Nach meiner Ansicht, sollte einer Mitleid auf aktive Weise zeigen, jemandem bei der Lösung seiner oder ihrer Probleme behilflich zu sein, aber nicht durch Worte allein. Und ich bin mir völlig sicher, dass Freunde das Wertvollste auf Erden sind!



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