Waisen und kranke Kinder von Zaporoshye, Ukraine
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Der Stiftungspräsident: Albert Pavlov

Diese persönliche Webseite berichtet über meine Sichtweisen des Lebens, die Geschichte der Stiftungsgründung und meine Pläne für die Zukunft

Autor: Albert Pavlov, übersetzt von Darja Sukatsch und Thomas Paul, www.deti.zp.ua
Veroffentlicht am: 2011-12-06 00-00-00   Counter: 5245
  
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Wir alle lieben es, zu träumen...

Als ich vier Jahre alt war, konnte ich für eine lange Zeit nicht einschlafen, weil ich von der Schatzsuche träumte, der Erfindung eines Superzuges oder darüber, wie ich ein Kapitän werde oder ein Reisender und etliche ähnliche Dinge...

Während ich älter wurde, änderten sich meine Träume, aber sie blieben mit der Idee verbunden, etwas Neues, Ungewöhnliches zu schaffen, wo es absolut möglich sein würde, all meine Fähigkeiten zu verwirklichen. Im Alter von 17 Jahren, begann ich mehr und mehr, geistige Literatur zu lesen, was in ein festes Prinzip mündete - Mein "Lebensinhalt" sollte nicht nur Arbeit zum Geldverdienen, sondern einer großen Anzahl von Menschen nützlich sein. Im Jahr 2001 erlangte ich den Hochschulabschluss an der Saporischja Ingenieur Akademie und erhielt das Diplom eines Computer-Programmierers. Neben meiner beruflichen Arbeit begann ich, soweit es mir möglich war, bedürftigen Menschen zu helfen. (Ich erfuhr von ihren Nöten in den Lokalzeitungen.) In 2002 beendete ich in Odessa meinen Wehrdienst in der Ukrainischen Armee. Dies war nicht mein angenehmster Lebensabschnitt, aber zugleich war er voll mit geistiger Suche und Entdeckungen.

Im Herbst 2004 gründeteten Ljuda und ich eine Familie und glücklicherweise unterstützte mich meine Frau in all meinen Wünschen, anderen Menschen zu helfen. Die christliche Familie von Andrej und Marina, die in dieser Zeit Waisen von Saporischja halfen, hatten einen großen Einfluss auf uns. Mit ihnen zusammen besuchten wir zum ersten Mal das Waisenhaus Nummer 3 in Saporischja. Bald begannen Ljuda und ich, an Wochenenden Waisen zu uns zu nehmen und organisierten Wanderungen zur Insel Khorticja und lehrten Kinder, mit dem Computer zu arbeiten. Wir wurden ziemlich geschafft, aber zur gleichen Zeit bekamen wir eine riesige Portion Energie und die Erkenntnis, dass wir eine wirklich wichtige Sache taten.

Im Frühjahr 2004 wurde die Internetseite www.deti.zp.ua geschaffen, dessen ursprünglicher Zweck eher begrenzt war - eine Computerklasse im Waisenhaus Nummer 3 in Saporischja zu vervollständigen. Zu dieser Zeit konnte ich mir nicht vorstellen, dass sich dieses Projekt jemals in etwas Größeres verwandeln, und die einzige Hoffnung zur Rettung von vielen Kindern in der Region Saporischja werden würde.

Im August 2004 wurde unsere erste Tochter Mascha geboren. Im ersten Monat ihres Lebens erkrankte unsere Tochter ernsthaft und ich schwor zu Gott, dass ich nach ihrer Genesung wenigstens einem Kind aus dem Waisenhaus wirklich helfen würde, indem ich ihn bzw. sie in unsere Familie aufnehme. Mascha wurde wieder gesund und im Sommer 2005 erhielt unsere Familie die Vormundschaft für den zwölfjährigen Vitja. (Wir konnten ihn wegen unseres geringen Altersunterschiedes nicht adoptieren.) Zwei Jahre später hießen wir Vitjas Bruder Sascha, der zwei Jahre jünger ist, in unsere Familie willkommen und im Frühjahr 2009 - den fünfzehnjährigen Vladik. Alle Jungen sind vormalige Zöglinge des Waisenhauses Nummer 3. Selbstverständlich gestaltet sich das wirkliche Leben mit Pflegekindern wesentlich schwieriger als in einfachen Vorstellungen. Und die Kinder und wir, ihre Eltern, gewöhnten uns allmählich aneinander und möglicherweise geht dieser Prozess immer noch weiter. Wir hatten einige Dispute, meistens wegen der Schule. Eine große Anzahl von gelesener Literatur über die Erziehung von Pflegekindern half nicht immer, da wirkliches Wissen nur durch unsere eigenen Erfahrungen und Fehler erlangt werden kann. Manchmal machen uns unsere Kinder glücklich, manchmal traurig. Aber meine Frau und ich hoffen sehr, dass unsere Kinder in einigen Jahren in der Lage sein werden, ihre eigenen Familien zu gründen und ihren eigenen Platz im Leben zu finden... Das würde für uns der beste Dank sein.


Meine Familie im September 2009



2006 wurde zum Wendepunkt für unsere Familie. Beim Spielen auf dem Spielplatz, fiel Vitja auf seinen Rücken und konnte wegen akuter Schmerzen nicht selbst aufstehen. Röntgenbilder zeigten einen Kompressionsbruch seiner Wirbelsäule. Aber das war erst der Anfang. Eine weitere Untersuchung zeigte einen großen Tumor um sein Herz (Lymphogranulomatose mit Affektion des Mediastinums). Im Vergleich dazu schien der Bruch nur ein kleines Problem zu sein. Es folgten drei Operationen in Kiew, Monate der Chemotherapie und eine Fahrt zur Untersuchung in Sankt Petersburg und Moskau. Glücklicherweise wurde die Behandlung erfolgreich abgeschlossen und Vitja fand in sein normales Leben zurück (zum Beispiel, in 2009 kletterte er auf den Berg Chatyrdag der Halbinsel Krim). Während Vitjas Behandlung standen wir den Problemen krebskranker Kinder sehr nahe gegenüber. Viele Kinder, mit denen wir in einem Behandlungsraum waren, sind nicht mehr am Leben. Wir sahen Eltern, dessen Augen voller Verzweiflung waren, als sie ihr Kind verloren. Es schien so, als wenn sich die gesamte Welt drehen würde und die materiellen Werte anhielten, irgendeine Bedeutung in unserem Leben zu haben.

Wir begannen, Hilfsanfragen für Kinder mit Krebs auf den Seiten www.donor.org.ua und www.deti.zp.ua zu veröffentlichen. Anderen zu helfen machte es uns leichter, die Krankheit unseres eigenen Kindes durchzustehen. Im Sommer 2006 wurde mir klar, dass Kindern in Not zu helfen, meine Bestimmung war, die ich in diesem Lebensabschnitt fühlte. Ich gab meinen Job als Programmierer bei einem der Metallurgieunternehmen in Saporischja auf und begann, meine gesamte Zeit der Entwicklung der Webseite und der Gründung einer Wohltätigkeitsorganisation zu widmen. Zum Glück vereinbarten einige regelmäßige Spender, mir Geldmittel für mein Einkommen zuzuweisen, und ich war in der Lage, weiterhin meine Familie ohne Programmiererjob zu unterstützen. Unser Projekt begann sich zu erweitern; das Spendenvolumen wuchs an und es gab endlose Arbeit. Zu unserer Freude beteiligten sich bald Freiwillige, die später Angestellte der Stiftung wurden. Irina Gavrischeva, eine Überlebende von Krebs in der Kindheit, gab uns einen kräftigen Energieschub. Nadja Mochalova übernahm die Koordination der Programme für die Waisenhäuser und Finanzbuchhaltung sobald sie Buchhalterin der Stiftung wurde. Ein wenig später gesellte sich Inna Grigorjeva mit dem Schreiben von Hilfsgesuchen zu uns, ebenso Volodja Kijanenko und andere Freiwillige. Unsere Arbeit wurde professioneller und das Betätigungsfeld erweiterte sich bedeutsam.

Ich schätze mich glücklich, dass es nun ein Team von Kollegen gibt, das ohne Urlaub im Kopf, spätabends und an Wochenenden arbeitet, (Möge Gott ihren Familien Geduld geben!).

Für jeden von uns ist unsere Wohltätigkeitsstiftung nicht bloß ein Job sondern Teil eines bedeutsamen Lebens.

Ich bin froh, dass sich schrittweise ein Team von Freiwilligen formt, ein Team, dass jeden Tag positive Veränderungen in das Leben der betroffenen Kinder bringt.

Ich freue mich darüber, dass Journalisten völlig kostenlos in dem Wissen zu unseren Veranstaltungen kommen, dass diese Ereignisse weder Öffentlichkeitsshows noch politische Aktionen, dafür die Bemühungen normaler Leute sind, die sich wirklich kümmern!

Und, letztendlich besteht die größte Freude darin, zu erleben, wie unser Traum, Gutes in die Welt zu bringen, allmählich wahr wird...


Benefiz-Konzert in Saporischja, August 2008

Persönliches über mich:

Geburtstag: 12. Oktober 1979, Saporischja, Ukraine

Beruf: Computerprogrammierer, graduiert (2001) an der Staatlichen Saporischja Ingenieur Akademie, Fachbereich: Elektroingenieur

Familienstand: Ehefrau Ljuda, unsere Kinder (eheliche und Pflege) - Vitja (geb. 1993), Vladik (geb. 1994), Sascha (geb. 1996), Mascha (geb. 2004), Jana (geb. 2010). Auch ein Vertreter der Katzenfamilie - eine Katze namens Alisa Michajlovna, geboren 2007.

Träume:
1) Dass auf Erden alles blühen und jeder in Freude und Harmonie leben würde;
2) Sobald Traum Nr. 1 erfüllt ist, würde es lustig sein, den Himalaya zu besuchen, die Südseeinseln, oder eine andere Galaxie!...
3) Das Rätsel des Lebens zu lösen...

Die erinnerungswürdigsten Ereignisse:

1) Die Geburten unserer Töchter
2) Schulbesuch in Beslan
3) Reise per Anhalter zum Hohen Sveti Gebirge (Nordwesten Georgiens)
4) Die Rettung und der Verlust von Kindern im Onkologie-Hämatologie-Behandlungsraum (Leukämie)

Hobbys: Computerwissenschaft, Reisen (nicht nur per Anhalter!), die Welt zum Besseren ändern, neue Ideen für eine alte Welt zu erfinden, Fußball, Radfahren, gute Musik, Picknick im Grünen

Lieblingsfilme: "Titanic", "Solaris" (die russische 1972er Version, Regie: Andrej Tarkovsky), "Die Insel" (2006, mit Peter Mamonov), Filme von Vasily Shukshin (1929-1974)

Lieblingsbücher und -autoren: Die Bibel, "Das Glasperlenspiel" von Hermann Hesse, Аndrei Platonov, Jewgeni Jewtuschenko, L. Tolstoy, Gerald Durrell, Osho, Og Mandino, Richard Bach, Nicholas Roerich, N. Gogol

Kontaktinformationen:
E-Mail: detizp@mail.ru
ICQ: 51052934
Mobil: +38 066 513-34-35 Festnetz: +3 8 061 701-32-86







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